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Alle aktuellen Homeoffice Statistiken aus diesem Jahr

Janina Horn
von Janina Horn
24.08.2022
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Alle aktuellen Homeoffice Statistiken aus diesem Jahr

Die wichtigsten Statistiken auf einen Blick!

  • Nur 36% der Erwerbstätigen hatten 2020 die Chance auf Homeoffice
  • Männer arbeiten 11,5% häufiger im Homeoffice als Frauen
  • 70% der im Homeoffice-Arbeitenden sind in einem Büro-Vollzeitjob
  • Deutschland liegt im europaweiten Vergleich der Homeoffice-Nutzung mit 5% im hinteren Bereich. Führend sind Dänemark mit 14%, Belgien mit 11% und Österreich mit 10%
  • Das Land mit dem größten Potenzial für Remote Arbeit ist Luxemburg mit 53,4%. Ganz hinten liegt Mosambik mit 5,24%
  • Die Vorteile des Homeoffice sind vor allem der Wegfall des Arbeitsweges (76%) und die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (73%)
  • Als Nachteile werden vor allem der fehlende direkte Kontakt zu Kollegen (74%) und die unklare Trennung von Beruf und Privat (45%) empfunden
  • Wenn sich Arbeitnehmer gegen die Heimarbeit entscheiden, dann vor allem, weil sie sie als nicht für den Job angemessen empfinden (82%)
  • 48% der Befragten wollen auch nach Corona weiterhin die Möglichkeit auf Homeoffice haben, am liebsten 2-3 Tage die Woche
  • Insgesamt 73% der Befragten befürworten ein gesetzliches Recht auf Homeoffice.
  • Während Corona arbeiteten 45% aller Berufstätigen im Homeoffice
  • Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: Laut 55% der Befragten ist es möglich, ihren Job auch aus dem Homeoffice zu erledigen

Spätestens durch die Corona Pandemie hat das Homeoffice einen Aufschwung erlebt. Daraus ergeben sich viele Fragen, für die die meisten noch keine Antwort erhalten haben.

Auf folgende Fragen wirst du in diesem Statistik-Report Antworten finden:

  • Wie haben sich das Homeoffice und seine Verfügbarkeit verändert?
  • Mit welchen Chancen und Herausforderungen muss umgegangen werden?
  • Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
  • Was halten die Arbeitnehmer vom Homeoffice - wird es positiv oder negativ aufgenommen?

Diese und noch weitere Fakten zum Homeoffice inkl. passender Statistiken findest du im folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeine Statistiken zum Thema Homeoffice
  2. Auswirkungen und Herausforderungen im und durch das Homeoffice
  3. Technische Voraussetzungen, Tools und Kommunikation
  4. Homeoffice-Nutzung während der Corona-Pandemie
  5. Fazit: Ohne Homeoffice geht’s nicht mehr
Home Office Statistiken 1

Allgemeine Statistiken zum Thema Homeoffice

Homeoffice wird von vielen Unternehmern als Schlupfloch für den Arbeitnehmer abgetan, der dann aufgrund der “fehlenden Bewachung” weniger tut.

Kein Wunder also, dass nur 36% der Erwerbstätigen im Jahr 2020 die Möglichkeit zur mobilen Arbeit hatten. Ganze 64% mussten an ihrem festen, vom Arbeitgeber festgelegten Arbeitsplatz im Betrieb arbeiten. (Quelle: Statista)

Die oben genannten 36% verteilen sich auf folgende Formen der mobilen Arbeit:

  • 22% arbeiten bei Kunden und Kundinnen
  • 19% arbeiten auf Geschäftsreisen mobil
  • 18% nutzen das Homeoffice als mobile Arbeitsform
  • 15% arbeiten von verschiedenen Geschäftsstandorten aus
  • 4% nutzen öffentliche Orte als Arbeitsplatz
  • 0,3% gehen in selbst angemieteten Räumen ihrer Arbeit nach
Home Office Statistiken 2

Ein weiterer Fakt: Männer arbeiten häufiger im Homeoffice als Frauen.

Im Schnitt liegen sie 11,5% auseinander - Männer arbeiten also 11,5% häufiger nicht an einem festen Arbeitsplatz. Das liegt aber auch daran, dass beispielsweise Berufe wie Handwerks- und Bauberufe häufiger von Männern als von Frauen ausgeübt werden. Die Abstände schrumpfen, je mehr es in Richtung Büroarbeit geht - sie sind aber trotzdem weiterhin eindeutig vorhanden.

Quelle: DGB (Institut DGB-Index Gute Arbeit)

Das spiegelt sich auch in der allgemeinen Verteilung von Telearbeit, Homeoffice und mobilem Arbeiten wieder:

  • 31% der Befragten geben an, zumindest teilweise eine der oben genannten Arbeitsformen zu nutzen
  • Davon befinden sich 70% in einem Büro-Vollzeitjob und 56% in einem Büro-Teilzeitjob
  • 54% der Homeoffice-Nutzer sind Führungskräfte

Quelle: Initiative D21

Die Möglichkeit des flexiblen Arbeitens steht also hauptsächlich Männern in Führungspositionen oder in einem Büro-Vollzeitjob zur Verfügung.

Home Office Statistiken 3

Im europaweiten Vergleich (Stand 2018) der Home-Office-Nutzung liegt Deutschland relativ eher hinten, der Abstand zu den großen “digitalen Ländern” ist groß:

  • Deutschland: 5%
  • Dänemark: 14%
  • Belgien: 11%
  • Österreich: 10%
  • Frankreich: 6,6%
  • Irland: 6,5%
  • Spanien: 4,3%
  • Italien: 3,6%

Quelle: Statista

Das Land mit dem größten Potenzial für Remote Arbeit ist Luxemburg mit 53,4%. Ganz hinten liegt Mosambik mit 5,24%. (Quelle: LABS)

Auswirkungen und Herausforderungen im und durch das Homeoffice

Die Teleheimarbeit hat nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile, wegen derer sich manche Arbeitnehmer gegen das Homeoffice entscheiden.

Home Office Statistiken vorteil

Folgende Vorteile des Home Offices wurden im Jahr 2021 von den Befragten vermehrt angegeben:

  • Zeitgewinn durch Wegfall des Arbeitsweges: 76%
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie: 73%
  • freie Arbeitszeiteinteilung: 68%
  • produktivere Arbeitsphasen als im Büro: 63%
  • angenehmere Arbeit generell: 61%

Quelle: DAK

Im Gegensatz dazu stehen die Nachteile:

  • kein direkter Kontakt zu Kollegen und Kolleginnen: 74%
  • fehlende klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben: 45%
  • Beeinträchtigung der Arbeit durch fehlenden direkten Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten: 39%
  • erschwerter Zugang zu Unterlagen, Akten oder sonstigen Arbeitsmaterialien: 35%

Quelle: DAK

Es kommt auch vor, dass sich Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen gegen das Homeoffice entscheiden:

  • 82% empfinden die Heimarbeit als für den Job unangemessen
  • bei 69% erwarten die Vorgesetzten ihre Anwesenheit
  • bei 59% ist es technisch nicht möglich
  • 12% ist es nicht erlaubt, obwohl es technisch möglich wäre
  • und 5% fürchten Karrierenachteile

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

Trotzdem scheinen die Vorteile den Nachteilen zumindest für einige Arbeitnehmer zu überwiegen:

48% der Befragten möchten nach der Corona-Krise weiterhin genauso häufig im Homeoffice arbeiten, 39% weniger häufig und nur 13% möchten wieder komplett im Büro arbeiten. (Quelle: Hans-Böckler-Stiftung)

Die bevorzugte Tagesanzahl liegt dabei bei 2-3 Tagen Heimarbeit die Woche.

Quelle: Statista

Mit das größte Problem, das viele Arbeitnehmer mit dem Homeoffice haben, ist das Verschwimmen der Grenzen zwischen Job und Privatleben: Insgesamt 60% fällt es schwer, hier klare Grenzen zu ziehen.

Aber: Für 77% ist es ein enormer Pluspunkt, dass das Homeoffice die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

Home Office Statistiken gesetzlich
Auch das Recht auf Homeoffice erfreute sich 2020 weiterer Zustimmung: Insgesamt 73% der Befragten befürworteten ein gesetzliches Recht auf Homeoffice. (Quelle: Uni Mannheim)

Technische Voraussetzungen, Tools und Kommunikation

Obwohl das Homeoffice während Corona schnell zum neuen Normal wurde, fühlten sich viele Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber, was die technischen Voraussetzungen angeht, allein gelassen:

  • 55% haben keine vollständige IT-Ausstattung zum Arbeiten von zu Hause erhalten
  • Nur 16% erhielten eine Schulung zum Thema “Arbeiten im Homeoffice”, 84% der Arbeitnehmer mussten selbst für sich herausfinden, wie sie am besten daheim arbeiten

Quelle: Statista

Folgende Kanäle für die interne und externe Kommunikation kommen im Homeoffice-Alltag (Stand Mai 2022) häufig zum Einsatz:

  • E-Mail: 100%
  • Festnetz-Telefon: 96%
  • Smartphone: 83%
  • Online Meetings, Videokonferenzen: 72%
  • Messenger-Dienste: 51%
  • Briefpost: 48%

Quelle: Bitkom

Homeoffice-Nutzung während der Corona-Pandemie

Eigentlich für jeden klar: Die Homeoffice-Nutzung stieg während Corona. Aber um wie viel verglichen mit dem “Normalzustand”? Hat sich jetzt - nach Corona - nachhaltig etwas verändert?

Vor der Corona-Krise hatten nur 4% der befragten Erwerbstätigen die Möglichkeit auf Homeoffice. Im April 2020 stieg die Zahl auf 27%, flachte über den Sommer wieder auf 16% bis 14% ab und endete im Januar 2021 bei 24%. (Quelle: Statista)

Hier noch ein paar Fakten zum Thema “Homeoffice während Corona”:

  • In der Corona-Pandemie arbeiteten 10,5 Millionen Berufstätige ausschließlich, 8,3 Millionen teilweise im Homeoffice.
  • 45% aller Berufstätigen arbeiteten im Homeoffice
  • Nach Ende der Corona Pandemie wird weiterhin mehr als jeder Dritte (35%) die Möglichkeit auf Homeoffice haben. Das sind 14,7 Millionen Berufstätige.

Das Home-Office-Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft: 55% geben an, dass ihre Tätigkeit grundsätzlich für die Heimarbeit geeignet ist.

Quelle: Bitkom

Das Homeoffice hat coronabedingt einen Boom erlebt. Trotzdem hängen viele Arbeitnehmer und -geber noch hinterher, was Tools und weitere unterstützende Maßnahmen angeht. Möchtest du dein Homeoffice oder das deiner Mitarbeiter angenehmer, produktiver und effizienter gestalten, dann lohnt sich ein Blick auf folgende Artikel:

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Fazit: Ohne Homeoffice geht’s nicht mehr

Das Homeoffice ist nicht mehr wegzudenken. Für manche vielleicht nicht dauerhaft, aber für die meisten sind 2-3 Tage die Woche auf jeden Fall attraktiv.

Die Nachteile und Herausforderungen, die damit einhergehen, sind nicht unumstößlich, sondern können häufig mit den passenden Tools und Strategien gelöst werden. Hier bedarf es einfach nur mehr Wissen und einem größeren Interesse an Verbesserungsmöglichkeiten seitens der Arbeitgeber.

Hier noch einmal eine Leseempfehlung: Oft ist die korrekte Arbeitszeiterfassung ein großes Problem. Dabei helfen Tools, mit denen deine Mitarbeiter ihre Arbeitszeit digital erfassen können.

Telearbeit, Heimarbeit, Homeoffice, Fernarbeit, Remote Work … es gibt viele Namen für die Arbeit von zu Hause aus.

Fakt ist, dass es ohne nicht mehr geht. Also warum nicht die Vorteile ausnutzen, Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten, die Work-Life-Balance pushen und dabei erfolgreich im Unternehmen sein?

Janina Horn
Janina Horn
Janina ist PR und Content Managerin bei der tomorrow web GmbH. Dabei betreut sie neben Digital Affin als Online Redakteurin auch HalloPodcaster und Weels.video.

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