Organisiere eine digitale Ausbildungsmesse, um Azubis zu gewinnen!

Sabrina Schneider
von Sabrina Schneider
02. Dezember 2022
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Organisiere eine digitale Ausbildungsmesse, um Azubis zu gewinnen!

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du junge Leute mit Online-Karrieremessen für Ausbildungsplätze begeistern kannst!

Immer mehr Kammern, Kommunen, Arbeitsagenturen, IHKs oder auch einzelne Unternehmen stellen sich die Frage, wie eine digitale Ausbildungsmesse funktioniert und ob sie sinnvoll ist.

Heute erkläre ich dir, was eine digitale Azubimesse ist und wie du eine organisieren kannst!

Los geht’s!

Was ist eine digitale Ausbildungsmesse?

Eine Online-Ausbildungsmesse ist eine Veranstaltung, bei der Ausbildungssuchende und Interessierte sich ausgiebig über Berufe und Unternehmen im Internet informieren können. Dabei kann es sich um einen virtuellen Raum, eine Plattform oder eine ganze virtuelle Welt handeln.

Sie dient dem gleichen Ziel wie eine klassische Berufsmesse vor Ort: Dem Knüpfen von Kontakten zwischen Arbeitgebern und potenziellen Arbeitnehmern. Ein Beispiel ist hier die beliebte Stuzubi Online Messe.

Auszubildende können auf Online-Jobmessen verschiedene Berufe kennenlernen und schauen, welche Berufsbilder sie ansprechen. Dabei stellen sich Unternehmen mit ihren konkreten Ausbildungsstellen mit einem Stand vor und die Azubis können direkt ins Gespräch mit ihnen kommen.

Eine Teilnahme ist mittels PC, aber auch mit dem Smartphone oder einem Tablet möglich.

Auf diese Weise können sich Schülerinnen und Schüler Infos zur Berufsorientierung einholen und so eine passende Ausbildungsmöglichkeit für sich entdecken.

So sieht eine virtuelle Azubimesse aus

Die Grundlage einer Online Messe ist, dass sich die verschiedenen Aussteller attraktiv präsentieren und die jungen Messebesucher selbst entscheiden, von wem sie mehr sehen und wissen wollen.

Es gibt 3 verschiedene typische Gestaltungsmöglichkeiten für eine virtuelle Azubimesse:

  • Statische Online Messen
    sind Online Messe in Form einer Plattform, die wie eine normale Website aufgebaut ist. Die Besucher klicken sich also in 2D durch Texte, Bilder und Videos, von Unternehmen und zu Themen, die sie interessieren.
  • Virtuelle Welten
    sind ein Metaverse, also eine digitale 3D Welt, die virtuelle und physische Realität vereint. Die Messebesucher können sich frei bewegen und umschauen, also die Stände z.B. aus verschiedenen Blickwinkel betrachten und verschiedene Aktionen auswählen, wie in einem Computerspiel.
  • Dynamische Räume
    sind virtuelle Räume im 3D-Design, in dem sich die Nutzer zweidimensional bewegen können. Meistens ist ein solcher Raum sehr realitätsnah gestaltet, sodass z.B. die Akustik je nach Entfernung lauter oder leiser wird und auch aus verschiedenen Richtungen kommt. Dynamische Räume gehen also auch in Richtung eines Metaverse.

Bei allen 3 Varianten gibt es Interaktionsmöglichkeiten, zum einen zwischen den Usern und den Ausstellern, aber auch zwischen den Besuchern. Besonders Chats kommen hier häufig zum Einsatz.

Virtuelle Messestände

Um sich attraktiv zu präsentieren, nutzen die Aussteller virtuelle Messestände. Hier können Unternehmen sich und ihre Ausbildungsplätze vorstellen, z.B. mit Vorträgen, Filmen, Umfragen, Abstimmungen, Spielen und natürlich in persönlichen Gesprächen.

Die digitalen Messestände können nach Belieben im Corporate Design gestaltet werden.

Wie bei einer Messe vor Ort ist es hier für die Aussteller super wichtig, sich ansprechend zu präsentieren, ein interessantes Programm zu bieten und eine leichte Ansprache zu ermöglichen.

Digitale Kommunikation und Interaktion

Der große Unterschied zu einer normalen Website sind die vielfältigen Interaktions- und Auswahlmöglichkeiten. Die jungen Messebesucher können mit den Ausstellern und auch untereinander chatten, telefonieren oder an Meetings teilnehmen.

Mit einem Live-Chat können die Ausbildungsbetriebe Fragen beantworten.

Durch Reaktionsmöglichkeiten wie Emojis und Smiley, aber auch durch Umfragen und Abstimmungen können sogar schüchterne potentielle Azubis ohne große Hemmungen erste Kontaktversuche starten.

Das ist eine digitale Azubimesse 1

Austausch von Kontaktdaten

Wie bei einer Messe vor Ort können die jungen Messebesucher und teilnehmenden Unternehmen Dokumente austauschen, die für einen Bewerbungsprozess wichtig sind, wie beispielsweise eine Visitenkarte oder einen Lebenslauf.

Entweder können die Jugendlichen direkt eine Bewerbung abgeben oder sie können sich als Interessenten registrieren. Wie das abläuft, entscheidet jeder Ausbildungsbetrieb selbst.

Auch sollten sie erfahren, wie sie sich am besten bewerben und sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten können.

Soll ich eine Online Messe organisieren oder nicht?

Eine digitale Ausbildungsmesse bringt einige Chancen mit sich und ist definitiv eine Überlegung wert.

Sie ist eine kostengünstige Möglichkeit, um potentielle Azubis und Ausbildungsunternehmen zusammenzuführen. Im Vergleich zu einer Messe vor Ort ist der finanzielle und zeitliche Aufwand für dich als Veranstalter und auch für die Aussteller geringer. Dies bietet auch kleineren Betrieben die Chance, sich vorzustellen.

Neben Geld werden viele weitere Ressourcen gespart, wodurch virtuelle Azubimessen nachhaltiger sind und unsere Umwelt schonen. Anfahrtswege entfallen ebenfalls dadurch.

Durch diese Ortsunabhängigkeit können Interessierte und auch Aussteller aus ganz Deutschland zusammenfinden, auch wenn der Schwerpunkt wie bei einer normalen Messe vor Ort eher lokal mit Fokus auf einen Landkreis oder eine Region ausgerichtet ist.

Des Weiteren ist der Besuch von Online-Jobmessen angenehmer und bequemer. Während für eine Messe vor Ort der Aufwand, die Zeit, der Fahrweg oder auch Schüchternheit Hemmschwellen darstellen können. Die Teilnahme an einer Online-Azubimesse ist auch z.B. krank und introvertiert innerhalb der Komfortzone möglich. Zudem ist sie auch normalerweise kostenfrei.

Attraktiver sein für Jugendliche

Jugendliche verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit mit digitalen Medien und online. Daher ist auch eine digitale Berufsmesse besonders für jüngere Zielgruppen interessant.

Insbesondere eine Online Messe in Gestalt eines Metaverse hat einen spielerischen, Spaß machenden Charakter und kann die Neugierde und Aufmerksamkeitsspanne erhöhen.

Immer weniger Schüler und Schülerinnen entscheiden sich für eine Berufsausbildung. Das verstärkt den Fachkräftemangel. Der demografische Wandel ist ebenfalls eine Herausforderung. Ausbildende Unternehmen müssen ihre Ausbildungsplätze daher aktiv bewerben und junge Menschen gezielt erreichen.

Online-Jobmessen sind ideal für das Employer Branding für junge Zielgruppen!

Die Teilnahme an dieser interaktiven, virtuellen Welt zeigt jungen Schülern, dass die Arbeitgeber offen für neue Trends sind und mit der Digitalisierung gehen. Damit wird den Azubis vermittelt, dass sie moderne und zukunftssichere Ausbildungsstellen anbieten.

Tipps für Aussteller: Berufe anschaulich vorstellen

Online Messen funktionieren über Onlinemedien. Die Berufe können mit einer überzeugenden Gestaltung digitaler Inhalte gut veranschaulicht werden.

Als Medien können z.B. genutzt werden:

  • ein Image-Film
  • eine Kombination aus professionellen Bildern und Amateuraufnahmen
  • Interviews mit Mitarbeitern
  • Videos wie "Ein Tag im Beruf von ”
  • Flyer als PDF zum Herunterladen

Diese Medien sollten klar darstellen, welche Aufgaben, Arbeitszeiten, Aufstiegschancen, Gehälter etc. sie mit einer solchen Ausbildung erwarten können.

Gleichzeitig können Unternehmen ihre Benefits präsentieren und den Schülerinnen und Schülern zeigen, warum sie bei ihnen und nicht bei der Konkurrenz anfangen sollten.

Idealerweise sind die Aussteller offen für Video Chats, sodass interessierte Jugendliche die Möglichkeit haben, direkt mit ihnen in Kontakt zu treten.

Hier sollten die Aussteller mit dem richtigen Equipment für ein gutes Bild und guten Ton sorgen, durch professionelles Licht, Kamera, Kopfhörer mit einem Mikrofon oder einem externen Mikrofon.

Mit einem Vortrag auf einer virtuellen Bühne können Aussteller Aufmerksamkeit für ihren Stand gewinnen.

Viele jugendliche Schüler und Schülerinnen sind von der Auswahl an Berufsmöglichkeiten überwältigt. Häufig orientieren sie sich an Berufen, die sie aus ihrem Umfeld kennen, da sie hier bereits ein paar Einblicke erhalten haben.

Die Berufsorientierung in Schulen besteht meistens aus Persönlichkeitstest, bei denen Berufe als Ergebnisse vorgeschlagen werden. Doch eine rein schriftliche Erklärung des Tätigkeitsfeld reicht selten aus, um bei jungen Menschen ein visuelles Bild entstehen zu lassen.

Auf einer virtuellen Messe können Unternehmen sich und die Ausbildungen, die sie anbieten, detailliert und attraktiv vorstellen. Erzählungen, Videos und eventuell sogar Spiele und Simulationen können den jungen Besuchern eine hilfreiche Orientierung geben.

Wenn du mehr über Karrieremessen lesen möchtest, schau doch bei unserem Artikel “So erstellst du eine virtuelle Karrieremesse - 7 Anbieter im Vergleich” vorbei.

12 Praxistipps für deine virtuelle Ausbildungsmesse

Wenn du nun von einer digitalen Azubimesse überzeugt bist und selbst eine organisieren möchtest, habe ich 12 Praxistipps für dich, wie du einen erfolgreichen Online Messetag gestalten kannst.

  1. Wichtig ist ein einfacher Zutritt direkt und unkompliziert im Browser, ohne spezielle Software.
  2. Sorge für Dynamik am Bildschirm und diverse Interaktionsmöglichkeiten, sodass die Schüler aktiv werden und der Besuch unterhaltsam ist.
  3. Das Rahmenprogramm sollte so gestaltet sein, dass sich die Messebesucher eigenständig umschauen können.
  4. Berate die Aussteller, ob Gespräche überwiegend frei geführt werden oder Termine gebucht werden sollen.
  5. Ein FAQ ist eine tolle Möglichkeit, transparente Antworten auf häufige Fragen zu geben.
  6. Überlege, wie viel Anonymität für die Messe sinnvoll ist.
  7. Als Veranstalter lässt sich eine virtuelle Messe ziemlich schnell auf die Beine stellen.
  8. Aussteller sollten mindestens 1-2 Monate Zeit für die Erstellung eines virtuellen Messestandes einplanen.
  9. Empfehle deinen Ausstellern, dass sie sich mit Aktionen hervorheben und so attraktiver für die Schüler werden, z.B. mit einem Gewinnspiel.
  10. Empfehle dazu, für leichte und angenehme Ansprachemöglichkeiten zu sorgen, um die Hemmschwelle so gering wie möglich zu halten.
  11. Digitale Goodie Bags erfreuen das Herz vieler Messebesucher. Sie können digitale Formate wie z.B. PDFs mit Informationen, Fotos, Gutscheine oder Zugänge zu exklusivem Material beinhalten.
  12. Schlage Goodies vor, die die Schülerinnen und Schüler später erneut zum Unternehmen locken, z.B. ein 5€ für das eigene Produktsortiment oder ein physisches Goodie Bag, das sie sich vor Ort abholen können.

Fazit: Digital gegen den Azubi-Mangel!

Digitale Auszubildenden-Messen sind eine klasse Methode, um junge Menschen von Ausbildungsberufen im Allgemeinen und auch für konkrete Ausbildungsstellen zu begeistern.

Sie sind ortsungebunden, was einen Besuch super leicht macht und dazu günstiger, schneller zu organisieren und umweltschonend.

Wichtig ist, dass die Aussteller spannende und interessante digitale Messestände und Programme entwerfen. Als Veranstalter solltest du sie deshalb dabei möglichst gut unterstützen und gegebenenfalls einen professionellen Event-Planer mit ins Boot holen.

Außerdem sollte dieses digitale Event diverse Interaktionsmöglichkeiten bieten, die für ein aktives Erlebnis sorgen.

Kurz gesagt: Digitale Ausbildungsmessen haben das Potential, Berufsausbildungen zu veranschaulichen, sie attraktiv darzustellen und sie wieder beliebter werden zu lassen!

Hast du bereits Erfahrungen mit digitalen Ausbildungsmessen machen können? Was denkst du zu diesem Thema? Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren!

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