Viele Verwaltungen nutzen Claude schon für Anschreiben und Zusammenfassungen. Der Bestand liegt derweil in Nahaus, die Zahlen oft noch in einer Tabelle, die Rückfrage in der Mail. Der Nahaus MCP Server schließt diese Lücke: Claude spricht mit dem Konto, das du freigibst, und holt Immobilien, Kontakte, Einheiten und Umsätze von dort.
MCP steht für Model Context Protocol. Das ist der offene Standard, über den ein KI-Assistent einen externen Dienst anspricht. Bei Nahaus läuft dieser Server unter https://mcp.nahaus.de. Du bleibst in Claude. Die Daten bleiben im Nahaus-Konto, mit dem du die Verbindung autorisierst.
Inhaltsverzeichnis
Was du mit dem Nahaus MCP Server in Claude machst
Der Connector bindet Claude an dein Nahaus-Konto. Claude sieht die Daten und Funktionen, die für dieses Konto freigegeben sind. Nahaus beschreibt dafür fünf Arbeitsweisen:
- Suchen. Immobilien, Kontakte, Einheiten und Umsätze, ohne durch Menüs zu klicken.
- Zusammenfassen. Aus einem Gebäude, einem Konto oder einem Monat wird eine Übersicht.
- Erstellen. Neue Kontakte und andere unterstützte Einträge legst du per Anweisung an.
- Aktualisieren. Bestehende Angaben änderst du in normaler Sprache.
- Exportieren. Listen, Berichte und Excel-Dateien entstehen aus dem aktuellen Bestand.
Auf der Seite zum Nahaus MCP stehen dafür Beispiele wie „Zeige mir meine neuesten Immobilien“ oder „Liste alle noch nicht zugeordneten Umsätze auf“. Genau das ist der Alltag: eine Frage stellen und die Antwort aus dem Konto bekommen.
Nahaus vorbereiten: Rolle „API Benutzer“
Bevor Claude irgendetwas sieht, braucht dein Benutzer in Nahaus die passende Rolle. Die Einrichtung läuft so:
- Melde dich in Nahaus an. Du landest im Dashboard.
- Öffne Einstellungen → Benutzer.
- Wähle deinen persönlichen Benutzernamen und öffne die Bearbeitung.
- Rechts unter Rolle öffnest du das Dropdown.
- Wähle API Benutzer und speichere.
Erst danach lohnt sich der Weg in Claude. Ein Konto ohne diese Rolle wird beim Verbinden abgewiesen.
Claude mit dem Server verbinden
Die Einrichtung gilt für Claude Desktop und für die Browser-Version. In beiden Fällen legst du einen eigenen Connector an:
- Öffne Einstellungen → Konnektoren.
- Klicke auf Hinzufügen und danach auf Benutzerdefinierten Connector hinzufügen.
- Trag als Namen Nahaus.de ein.
- Trag als URL https://mcp.nahaus.de ein.
- Speichere mit Hinzufügen. Der Connector steht jetzt in der Liste und ist noch nicht verbunden.
- Klicke auf Verbinden. Claude leitet dich zur Anmeldung bei Nahaus. Dort autorisierst du den Zugriff mit dem Konto, das die Rolle „API Benutzer“ trägt.
Den Ablauf vom Benutzer in Nahaus bis zur ersten Frage in Claude zeigt dieses Einrichtungsvideo.
YouTube-Inhalt
Beim Laden verbindet sich dein Browser mit YouTube. Das geschieht erst nach deiner Bestätigung.
Fragen, die im Verwaltungsalltag tragen
Nach der Freigabe formulierst du die Aufgabe so, wie du sie einer Kollegin schicken würdest. Diese Formulierungen nennt Nahaus selbst. Sie passen auf Bestand, Kontakte, Einheiten und Zahlen:
| Du brauchst | So fragst du Claude |
|---|---|
| Aktuellen Bestand | Liste meine neuesten Immobilien auf. |
| Nur die WEG | Zeige mir alle Immobilien aus der WEG-Verwaltung. |
| Einen neuen Kontakt | Erstelle einen Kontakt für diesen Kaufinteressenten. |
| Einheiten eines Hauses | Liste alle Einheiten auf, die zu dieser Immobilie gehören. |
| Offene Umsätze | Zeige mir alle Umsätze, die noch nicht zugeordnet wurden. |
| Eine Excel-Datei | Exportiere alle Immobilien in eine Excel-Datei. |
| Den Monatsblick | Fasse die wichtigsten Veränderungen dieses Monats zusammen. |
Hilfreich wird das, wenn die Frage an einem konkreten Objekt hängt. „Fasse die letzten Aktivitäten zu diesem Gebäude zusammen“ oder „Bei welchen Einheiten fehlen noch Informationen?“ spart die Suche durch Karteikarten. Eine allgemeine Frage ohne Objekt, Zeitraum oder Status liefert eine Liste, bei der du noch einmal nachfassen musst.
Anlegen, ändern, exportieren
Lesen ist der einfache Teil. Claude kann über den Connector auch Kontakte anlegen, Angaben ändern und Exporte bauen. Schau das Ergebnis in Nahaus an, bevor ein Anschreiben, eine Mahnung oder eine Eigentümerinfo daraus wird.
Sollstellungen, Mahnläufe und die Nebenkostenabrechnung bleiben die geführten Abläufe in Nahaus. Der MCP Server holt Zahlen und Stammdaten in den Chat. Die Buchung machst du dort, wo Beleg und Regel sitzen. So bleibt nachvollziehbar, was im Bestand steht und was eine Zusammenfassung war.
Für wen sich die Verbindung lohnt
Der Server ist für Leute gebaut, die den Bestand schon in Nahaus führen und Claude ohnehin offen haben. Das trifft auf Hausverwaltungen, WEG- und Mietverwaltungen, Eigentümer mit mehreren Einheiten und Teams in Buchhaltung und Reporting zu.
Wenig bringt die Einrichtung, wenn der Bestand noch in Excel liegt oder im Büro niemand mit Claude arbeitet. Dann fehlt die Datenbasis, auf die der Connector zugreift. Nahaus weist auf der MCP-Seite auf 30 Tage Testzeit hin, ohne dass du Zahlungsdaten hinterlegen musst.
Den Erfahrungsbericht zur Plattform selbst findest du bei den Nahaus Erfahrungen. Die MCP-Verbindung ist der zusätzliche Weg in den Bestand, sobald das Konto steht.
Jan Siebert