Eine korrekte Übersetzung ist in vielen Bereichen wichtig. Sei es, um einen Artikel in einer fremden Sprache zu verstehen oder selbst eine E-Mail zu verschicken.
Mit DeepL gibt es nun ein Tool, das mit künstlicher Intelligenz schneller und besser als Google Translate übersetzen möchte. Ist das tatsächlich so?
Ich hab es mir im Detail angeschaut und den Praxistest gemacht.
Let's start.
Inhaltsverzeichnis
Künstliche Intelligenz für die Erkennung ganzer Sätze und Phrasen
Das Programm soll laut Angaben der Programmierer selbstlernend sein. Das bedeutet, dass mit jeder weiteren Eingabe neue Phrasen und Sätze dazugelernt werden. Übersetzungen werden somit noch besser und schneller.
Vor dem Start wurde DeepL mit über einer Milliarde Sätzen in sieben Sprachen aufgebaut. Zu den Sprachen zählen:
- Bulgarisch
- Chinesisch
- Dänisch
- Deutsch
- Englisch
- Estnisch
- Finnisch
- Französisch
- Griechisch
- Indonesisch
- Italienisch
- Japanisch
- Koreanisch
- Lettisch
- Litauisch
- Niederländisch
- Norwegisch
- Polnisch
- Portugiesisch
- Rumänisch
- Russisch
- Schwedisch
- Slowakisch
- Slowenisch
- Spanisch
- Tschechisch
- Türkisch
- Ukrainisch
- Ungarisch
Im Hintergrund läuft eine riesige Datenbank. Eine Big-Data-Analyse mit den richtigen Algorithmen, die wie ein Gehirn denken.
Das ganze nennt sich Convolutional Network und kommt ebenfalls bei der Bilderkennung vor.
Ganze Sätze werden als Einheit erkannt und parallel verarbeitet.
Das schafft Geschwindigkeit und ein besseres Ergebnis.
Die genauen neuronalen Netze zur maschinellen Übersetzung will DeepL nicht offen legen. Im Beitrag von Heise wird jedoch etwas genauer auf die Ansätze der künstlichen Intelligenz eingegangen.
Praxisbeispiele von DeepL und Google Translate
Um die Qualität tatsächlich bewerten zu können, habe ich folgenden Test durchgeführt.
Drei Texte, mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen habe ich von Google Translate und von DeepL übersetzen lassen.
Test 1: Ein ganz einfacher Satz
Beim ersten Test ging es lediglich um einen Satz und die darin enthaltene Zeitform.
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Bei Google Translate und Deepl wird dieser Satz identisch übersetzt und die Zeitform steht korrekterweise ans Ende des Satzes.
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Test 2: Text aus einem Lexikon über Künstliche Intelligenz
Ein Fachtext aus einem Lexikon wurde von beiden Tools sinnvoll und sicher übersetzt. Google übersetzt in diesem Fall genauer den Satzbau, wie er vorgegeben wurde. Dafür schreibt DeepL den Text ein wenig um, damit er besser klingt.

Test 3: Frei gesprochener Satz
Bei meinem dritten Beispiel habe mich mir einen Satz überlegt, den man zum Beispiel frei am Telefon sagen könnte.
Wann soll ich morgen zum Mittagessen zu dir kommen?
Die beiden Übersetzungen gehen bei ihrem Ergebnis ziemliche auseinander. Google Translate würde ich bei dieser Übersetzung auf keinen Fall verwenden. DeepL dagegen liefert ein gutes brauchbares Ergebnis.


Fazit: Schnelle und korrekte Übersetzung
Ich bin von DeepL als Übersetzungstool begeistert. Es liefert schnelle und gute Ergebnisse. Ausprobieren kannst du DeepL auf deren Website. Eine App gibt es noch nicht.
Was mir besonders gefällt ist, dass beim Anklicken von einzelnen Wörtern, der Vorschlag für Phrasen und die korrekte Verwendung eingeblendet wird.
Seit einiger Zeit kommen gibt es auch künstliche Intelligenz für die automatisierte Texterstellung. Diese Tools können mittlerweile auch sicher zwischen verschiedenen Sprachen - je nach Anbieter - übersetzen.
Wie sieht es bei dir aus? Welchen Übersetzer nutzt du in deiner Freizeit oder bei der Arbeit? Schreib es uns gern in die Kommentare!
Jan Siebert